Pressemitteilung zum Besuch der Biogasanlage in Heinsberg am 19.03.2012

Grüner Ortsverband Heinsberg besuchte die Biogasanlage in Heinsberg

Im Zuge der Diskussion um die Energiepolitik der Zukunft besuchte der
Ortsverband BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Heinsberg die neu errichtete
Biogasanlage der Firma Biogas Heinsberg GmbH&  Co KG in
Heinsberg-Schafhausen, die seit Herbst 2011 den Betrieb aufgenommen hat.
Der Geschäftsführer Rainer Florack und Dipl.-Ing. Frank Ewers begrüssten
die Grünen LokalpolitikerInnen auf dem Betriebsgelände und stellte das
Gemeinschaftsprojekt der Florack Energie GmbH und einem Konsortium von
23 Landwirten der näheren Umgebung als Kommanditisten kurz vor. Dabei
wurde den Teilnehmern auch erklärt, dass die beteiligten Landwirte die
Versorgung der Anlage durch langfristige Lieferverträge für Mais und
Rüben, als nachwachsende Rohstoffe, sowie Gülle und Mist sicherstellen.
Die Anlage ist ausgelegt für die Verarbeitung von jährlich ca. 11000
Tonnen nachwachsender Rohstoffe und ca. 10000 Tonnen Rindergülle und
Rinderfestmist.
In der Anlage selbst wird daraus regenerative Energie gewonnen, mit der
die Kreisverwaltung mit Kreispolizeibehörde, das Altenzentrum der AWO
und der Futtermittelhersteller Sera versorgt werden.
Der gewonnene Strom der Biogasanlage Heinsberg entspricht dem
Jahresverbrauch von ca. 1000 Haushalten und die zusätzlich gewonnene
Wärme entspricht dem Jahresverbrauch von ca. 300 Einfamilienhäusern.
Allein durch die Versorgung der Kreisverwaltung und des Seniorenzentrums
werden jährlich ca. 1000 Tonnen CO2 weniger ausgestoßen, als es bei der
Produktion der gleichen Menge Energie mit Hilfe fossiler Rohstoffe wie
Kohle, Erdgas oder Erdöl anfallen würde.

Den kompletten Produktionsprozess des Biogases erläuterte der Landwirt
Hans-Josef Derichs den Besuchern, der zusammen mit Hubert Dautzenberg
die Anlage vor Ort betreut. Wie Hans-Josef Derichs erklärte werden die
Rohstoffe in sogenannten Fermentern von Bakterien in Methangas
umgewandelt, welches über eine Gasleitung zu den Blockheizkraftwerken
vor Ort transportiert wird. Durch Verbrennung des Gases wird Strom und
Wärme erzeugt, die dann von den Abnehmern genutzt werden.

Die Grünen zeigten sich sehr beeindruckt von der klimaschützenden und
umweltfreundlichen Energieerzeugung und auch darüber, dass der
verbleibende Rest der eingebrachten landwirtschaftlichen Rohstoffe nach
dem Gärungsprozess wieder als Dünger zurück aufs Feld ausgebracht werden
kann. Erstaunt waren die Besucher auch darüber, dass kein unangenehmer
Geruch auszumachen war und es deshalb nicht zu Geruchsbelästigungen im
Umfeld der Anlage kommen kann.
Ein wenig mit Sorge erfüllte die grünen Kommunalpolitiker, dass es für
die Landwirte lukrativer sein könnte, mehr Mais für die Biogasproduktion
anzubauen und damit die Anbaufläche für Lebensmittelprodukte immer mehr
zu verringern. Diese Befürchtung wurde jedoch durch die Aussage von
Hans-Josef Derichs minimiert, dass nur ein begrenzter gesetzlich
festgelegter Teil  des angebauten Mais für die Biogasproduktion
verwendet werden darf.

Verfasser: Willi Mispelbaum

   

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