Gisela Johlke übergibt Vorstandsvorsitz an Willi Mispelbaum.
Bei der Schulentwicklung in Heinsberg favorisieren die Grünen ihr Modell der Gemeinschaftsschule.

Heinsberg. Der Ortsverband Bündnis 90 / Die Grünen hat am vergangenen Mittwoch die politischen Weichen für die nächsten zwei Jahre gestellt. Nach 15 Jahren Vorstands- und Fraktionsarbeit übergab Gisela Johlke den Vorsitz an Willi Mispelbaum, der einstimmig von der Mitgliederversammlung gewählt wurde. Schon in den 90er Jahren kam sie zu den Grünen, wobei ihr großes Interesse stets der fehlenden Gleichberechtigung der Frauen galt. Das Ziel „Die Hälfte der Macht den Frauen“ lohnt sich, so Johlke. Sie will weiterhin mitwirken Grüne Inhalte nach außen und vorne zu bringen. Sie wünscht sich ein konstruktives Miteinander der Fraktion, des Ortverbands und der Stadt Heinsberg. Ihr besonderer Dank galt den Mitbegründerinnen des 1998 gegründeten Ortsverbands und langjährigen Fraktionskolleginnen Regina Schaaf und Gabriele Schößler. Weiter gehören dem neuen Vorstand Regina Schaaf als Kassiererin, Volker Jacobs als Schriftführer sowie Gabriele Schößler und Helmut Ummelmann als Beisitzer an. Nach den Wahlen bedankte sich Willi Mispelbaum für das Vertrauen der Mitglieder und versprach sich für Grüne Politik in der Zukunft stark zu machen. Besondere Schwerpunkte setzt er auf Tierschutz, Atomausstieg, Internetpräsenz und Mitgliederwerbung.

Regina Schaaf stellte das Ergebnis des für die Stadt Heinsberg erstellten Gutachtens des IFS Instituts für Schulentwicklungsforschung der TU Dortmund durch Heinz Günter Holtappels und Dr. Ernst Rösner vor. Dieses Gutachten lehnt sich im Wesentlichen an den Schulentwicklungsplan des Kreises an, mit der Aussage „Im Westen fehlen Abiturplätze“.

Sie stellte die zwei empfohlenen Schulformen, Gesamtschule und Gemeinschaftsschule, in einem direkten Vergleich vor. Als Schulstandorte kämen sowohl Heinsberg als auch Oberbruch in Frage. Hier bietet sich das Schulzentrum Oberbruch aufgrund der vorhandenen Gebäudestruktur an. Dies entspricht der Aussage „Die Dächer der Schulen sind bereits gebaut“. Um mit dem Schuljahr 2012/2013 beginnen zu können, müssen die nächsten Planungsschritte zeitnah erfolgen. Die Stadt Heinsberg muss jetzt zügig agieren und durch den Rat eine neue Schulform für dieses Schuljahr beschließen. Anschließend würden Eltern- und Lehrerbefragungen durchgeführt, um eine Basis für weitere Planungen zu schaffen.

Dr. Ruth Seidel, Sprecherin der Grünen im Land Nordrhein-Westfalen im Ausschuss für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie, begrüßte es, dass die beiden erstellten Gutachten in ihrer Aussage keine größeren Abweichungen aufwiesen und somit eine Ebene für fachliche Diskussionen geschaffen ist. Von insgesamt 30 geplanten Gemeinschaftsschulen im Modellversuch NRW sind bereits 15 Anmeldungen erfolgt. Ruth Seidel bot den Grünen in Heinsberg an, die fachliche Kompetenz des Ministeriums zu nutzen und bereits aktive Gemeinschaftsschulen zu besuchen. Der Ortsgruppenverband von Bündnis 90 / Die Grünen in Heinsberg plädiert für eine Gemeinschaftsschule, die für individuelle Förderung und ein besonderes pädagogisches Konzept steht – sie ist ein Grünes Markenzeichen.

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Gisela Johlke, Willi Mispelbaum

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Der neue Vorstand (v.l.n.r.): Willi Mispelbaum, Volker Jacobs, Gabi Schößler, Helmut Ummelmann, Regina Schaaf

   

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